Bei den meisten Hobbys kann sich der Mensch auf seine natürlichen Sinne und Körperteile verlassen. Dabei ist es egal, ob er Sport treiben, Musik hören oder Literatur lesen will. Aber gerade das Auge ist für uns ein sehr universelles Instrument. Wir müssen in der Nähe, bei großer Helligkeit im Schnee, aber auch in der Ferne und in der Nacht sehen können. Damit kann unser Auge kein Spezialist für bestimmte Anwendungen, wie zum Beispiel die Natur- oder Vogelbeobachtung, und erst recht nicht für die Astronomie sein.
Gerade in der Astronomie kommt es auf einige wichtige Punkte an : Hohes Auflösungsvermögen, gute Vergrößerungsmöglichkeit kleiner Objekte und das Lichtsammelvermögen, um lichtschwache Objekte erkennen zu können. Genau diese Eigenschaften werden durch Teleskope nicht nur gesteigert, sondern überragend erfüllt !
Ein Teleskop ist prinzipiell ein optisches Gerät, das weit entfernte Objekte näher bringt. Es zeigt uns ein kleines Feld unserer Sichtfläche und vergrößert dieses, so daß es dem Auge näher und somit größer erscheint. Das Teleskop (im Prinzip ein Objektiv) bündelt dabei parallel einfallende Lichtstrahlen in einem Brennpunkt. Dabei wird ein virtuelles Bild erzeugt, welches das Auge unter Einsatz eines Okulars (im Prinzip eine Lupe oder ein Kamerasucher) beobachten kann. Das Okular wandelt dabei diese konvergierenden Brennpunktstrahlen wieder in ein paralleles Strahlenbündel und schickt dieses zum Auge.
Es gibt 2 grundsätzliche Möglichkeiten, Lichtstrahlen zu einem Brennpunkt zu fokussieren : Linsen und Spiegel. Jede Bauart hat dabei eigene Vor- und Nachteile.