Refraktoren |
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Linsenteleskope verwenden eine oder besser mehrere geschliffene und polierte Glaslinsen. Sie nutzen dabei die physikalische Eigenschaft der Refraktion (Lichtbrechung) und werden deshalb Refraktoren genannt. Refraktoren haben normalerweise eine geschlossene Bauform, so daß Staub und Feuchtigkeit nicht in den Tubus eindringen können. Da die Optik fest eingebaut ist, ist keine regelmäßige Kollimation (Justierung) durch den Beobachter nötig. Außerdem haben sie keine zentrale Abschattung im Strahlengang durch Fangspiegel, wie es bei den Spiegelteleskopen üblich ist. Damit haben Refraktoren eine sehr hohe Kontrastwiedergabe und haben damit besondere Vorzüge in der Planetenbeobachtung. Da die Wellenlängen des Lichts von Linsen unterschiedlich stark gebrochen werden, benötigt man zur Fehlerkorrektur mehrere Linsen, besondere Glasarten und Oberflächenformen. Daher müssen mindestens 4 Oberflächen (bei 2 Linsen) sehr genau geschliffen werden, wodurch Refraktoren bei gleichem Optikdurchmesser teurer als andere Teleskoptypen sind.
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